Aus den Lernwerkstätten

Glück als Unterrichtsfach

Glück als Unterrichtsfach

von Katja Krüger -
Anzahl Antworten: 4
Mit diesem ersten Hinweis möchten wir unseren Info-Blog eröffnen:
Ein SPIEGEL-Artikel, der für die Arbeit in den Lernwerkstätten im übertragenen Sinne interessant und unterstützend ist: http://www.spiegel.de/spiegelwissen/schule-glueck-als-unterrichtsfach-wie-kinder-stark-werden-a-1021586.html

Es geht darum, die Stärken der Kinder herauszufinden, sie ihnen bewusst zu machen und dadurch "Selbstwirksamkeit" zu fördern. In unseren Lernwerkstätten gibt es hoffentlich mehr als eine "Glücksstunde" pro Woche!

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Science on Stage: Marble-Run-Construction

von Katja Krüger -
Das Unterrichtskonzept "Kugelbahnen" der Lernwerkstatt eXplorarium nimmt am Science on Stage Festival in London teil. Ein kurzes Video gibt Einblicke in den Kurs.

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"Jugend forscht" auch für Gesellschaftsfragen?

von Nutzerkonto gelöscht -
Im "Tagesspiegel" vom 1.6.16 schreibt Caroline Fetscher zum 50-jährigen Jubiläum von "Jugend forscht" unter anderem:
"Gerade feierte der Wettbewerb „Jugend forscht“ 50. Geburtstag. Doch gefördert werden nur Jugendliche, die sich mit Naturwissenschaften befassen. Das reicht nicht mehr. Eine zunehmend technisierte Welt braucht auch Jugendliche, die zu Gesellschaft und Geschichte forschen."
Und später: "Die Welt wirft Fragen auf, die mit Nanotechnologie und Programmiersprachen nicht beantwortet werden können. Sehr viele Fragen. Die meisten gelten den Hauptakteuren: Uns selbst, Individuen und Gruppen. Woher kommen wir, wohin wollen wir, als Subjekte, als Gesellschaft? Wie entsteht sozialer Frieden? Gerade für Jugendliche, die kritikarm zwischen Datenfluten und Bildschirmen groß werden, gäbe es tausende spannender, „analoger“ Fragen, zu denen Fächer wie Ethik, Kunst, Deutsch, Geschichte und Politik inspirieren können."
Beispiele nennt die Autorin reichlich, bevor sie zusammenfasst: "Auch Fragen zu Geisteswissenschaften können Entdeckungsfreude fördern."

Ich finde, ein sehr bedenkenswerter Ansatz, der sich auch in den Lernwerkstätten zeigen darf. Oft wird ja danach gefragt, was denn die vielen Kolleginnen und Kollegen mit ihren Klassen in den Lernwerkstätten tun können, die nicht Sachunterricht oder Naturwissenschaften unterrichten. Auf Ideen sind wir gespannt.
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Interessante Fragen/Aussagen eines Schülers im Rahmen des Themas Feuer

von Nutzerkonto gelöscht -
Gestern war ich mit einer vierten Klasse für drei Stunden in der Lernwerkstatt zum Thema Feuer. U.a. haben die Kinder Teelichter angezündet. Ein Junge sinnierte darüber, wie das mit dem Streichholz wohl funktioniert. Er hat die Vorstellung, dass in dem Streichholzköpfchen eine kleine Menge Gas ist, die sich entzündet, wenn durch das Reiben an der Seite der Packung ein Funke entsteht. Die Idee ist jetzt, in der Klasse zu sammeln, was die Kinder denken, wie ein Streichholz funktioniert und wie sich herausfinden lässt, wie es tatsächlich ist.

Eine weitere Aussage, die ich spannend fand, dass ein Junge den Eindruck hatte, dass ein trockenes Blatt schmilzt, wenn er es verbrennt. Ich habe mir von ihm zeigen lassen, wie er das Blatt verbrennt und konnte verstehen, dass es für ihn wie schmilzen aussieht. Eine Idee von seiner Lehrerin war, dass ihm vielleicht die richtigen Begriffe fehlen. Leider war keine Zeit mehr, dieser frage nachzugehen.

Was mich in dieser Klasse sehr gefreut hat, dass die meisten Kinder mit dem Umgang mit Streichhölzern vertraut waren (von 16 Kinder konnten es zwei nicht). Ich habe mal den NaWi-Unterricht einer 5. Klasse begleitet, in der 2/3 der Kinder noch nie ein Streichholz angezündet hatten. Ich frage mich, ob vielen Kindern bestimmte Erfahrungen vorenthalten werden, weil es die Eltern vielleicht für zu gefährlich halten.

Nach zweimal 3 Unterrichtsstunden im Rahmen des Sachkundeunterrichts ist klar, dass das Thema Feuer so vielfältig ist und immer wieder noch neue Fragen aufwirft, dass wir uns kurzfristig entschlossen haben, daraus eine Werkstattwoche zu machen statt des ursprünglich vorgesehenen Themas Kugelbahnen. Mir ist klar, dass der Kurs noch sehr improvisiert ist. Auf der anderen Seite hatte ich schon zu dem Zeitpunkt, als mich die Lehrkraft erstmals ansprach, ob ich auch etwas zum Thema Feuer machen könnte, ein grobes Konzept entworfen, dass die bereits gesammelten Fragen der Kinder aufgreift und auch noch Raum für weitere Fragen lässt. Das Konzept hatte Karin gegegengelesen und Änderungsvorschläge gemacht, die ich teilweise aufgreifen konnte, teilweise aber auch noch nicht, weil es durch die bereits gelaufenen Stunden etwa spezielle Rahmenbedingugnen waren.

Einer Frage, die untergegangen war in der Lernwerkstattwoche,  werden wir in der darauf folgenden Woche nochmal nachgehen, nämlich, ob sich Feuer auch mit Eis löschen lässt. Mich hat gefreut, dass das Mädchen, von dem diese Frage stammte, beharrlich blieb und mich am Ende der Woche darauf hinwies, dass wir diese Frage nicht untersucht haben. Auch anderen Kindern in der Klasse ist es wichtig, dass wir uns damit noch befassen. Ich freue mich darüber, dass sich auch die Klassenlehrerin darauf einlässt und wir Zeit dafür haben.
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Kugelbahnen auf dem Weg nach London

von Nutzerkonto gelöscht -
Vom 17. - 20. Juni werden Petra Engelhardt von der Hans-Fallada-Schule und Miriam Asmus von LIFE e.V. die Lernwerkstätten mit dem Projekt "Kugelbahnen" beim europäischen "Science on Stage"-Festival inLondon vertreten.

Aus der Presse-Erklärung:

"Gipfeltreffen der besonderen Art: Auf dem Science on Stage Festival 2015 kommen die besten Naturwissenschaftslehrkräfte Europas an der Queen Mary University in London zusammen: 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 europäischen Ländern und Kanada präsentieren vom 17.-20. Juni außergewöhnliche Ideen und Konzepte für einen fesselnden Unterricht. Mit Petra Engelhardt und Miriam Asmus nehmen für Science on Stage Deutschland auch zwei Pädagoginnen aus Berlin teil.
Selber entdecken lassen: Berliner „Kugelbahn-Projekt“ fordert und fördert
Im vergangenen November überzeugten Engelhardt und Asmus auf dem deutschen Science on Stage Vorentscheid in Berlin und setzten sich dort mit ihrem Unterrichtsprojekt „Kugelbahnen selbst erfinden“ gegenüber 90 Wettbewerbern durch.

Ihre Idee: Schülerinnen und Schüler werden vor die Aufgabe gestellt, eine Kugelbahn ganz ohne Anleitung selbst zu konstruieren. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Die Kinder probieren gemeinsam aus, lernen planvoll vorzugehen und diskutieren ihre Ideen und Erkenntnisse. Mit dieser ausgefallenen Idee qualifizierten sich Engelhardt und Asmus in der Kategorie „Innovationen im Unterricht“ für die Teilnahme in London. Auf dem Festival möchten sie Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa mit ihrem Konzept inspirieren.
Austausch ohne Grenzen: Das neunte Europäische Science on Stage Festival
Das Science on Stage Festival ist Europas größtes Bildungsevent für Lehrkräfte der Naturwissenschaften. Es findet alle zwei Jahre an wechselnden Austragungsorten statt und wird in diesem Jahr durch das Mitgliedsland Großbritannien unter dem Motto „Illuminating Science Education“ ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Festivals steht der Austausch gelungener Unterrichtsideen, um europaweit Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften zu begeistern. Lehrkräfte mit besonders innovativen Projekten werden mit dem European Science Teacher Award ausgezeichnet. Das Festival fand in den vergangenen Jahren bereits in Berlin, Kopenhagen und den Grenzstädten Frankfurt (Oder) und Słubice statt."

Wir wünschen eine gute Reise, viel Erfolg - und freuen uns schon auf Berichte über weitere spannende Projekte.