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"OECD fordert mehr Hilfe für schwache Schüler"

"OECD fordert mehr Hilfe für schwache Schüler"

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Im Tagesspiegel vom 10.02.2016 findet sich ein Artikel zur Ursachenanalyse von OECD-Bildungsforschern, warum in Deutschland die Risiko-Gruppe der schwachen Schüler weiterhin zu groß ist ( http://www.tagesspiegel.de/wissen/risikoschueler-in-der-pisa-studie-oecd-fordert-mehr-hilfen-fuer-schwache-schueler/12941270.html ). Außerdem werden Ideen entwickelt, was sich mit welchen Maßnahmen dagegen tun lässt. Neben den bereits bekannten Faktoren, die schwache Leistungen begünstigen, wie Migrationshintergrund, geringes Einkommen und fehlende Frühforderung (kein oder nur sehr kurzer Kita-Besuch) wird auch die Einstellung zum Lernerfolg genannt. Laut einem Vergleich mit asiatischen Schüler*Innen, die bei Pisa besser abschneiden und deren Anteil an schwachen Schülern deutlich geringer ist, gehen die deutschen Schüler*Innen davon aus, dass der schulische Erfolg in erster Linie eine Frage der Begabung ist, während in Asien durchweg daran geglaubt wird, dass die eigene Anstrenung und die Unterstützung durch die Lehrkräfte ausschlagebend sind.

Aus Sicht der OECD-Forscher stagniert zudem seit einigen Jahren die Reformdynamik im deutschen Schulsystem, so dass in den letzten Jahren nur noch kleine Verbesserungen festzustellen waren. Erforderlich wären kreative Bildungsangebote jenseits der klassischen Curricula, eine ausreichend finanzierte gezielte Unterstützung von Schulen mit großen Risikogruppen sowie die besten Köpfe für den Lehrerberuf zu gewinnen.